Das Kasperle und der Müll

In diesem Kasperlestück geht es um das Thema Abfall und was man damit macht. Dabei lernen wir auch, was wir mit unserem Abfall machen können, wenn gerade kein Abfalleimer in der Nähe ist.

InhaltDer Räuber isst Bonbons und wirft die Verpackung achtlos auf den Boden. Das Kasperle ist empört als er den ganzen Müll vor dem Kasperletheater entdeckt. Er stellt den Räuber zur Rede und es stellt sich heraus, dass der Räuber gar nicht weiß, was man mit seinem Müll macht.
FigurenRäuber, Kasperle
Vorbereitung3 leere Bonbonverpackungen
Zu Beginn der Geschichte isst der Räuber Bonbons und wirft die Bonbonverpackungen auf den Boden. Um das auf der Kasperlebühne darzustellen, muss man die Bonbonpapiere entsprechend vorbereiten. Für uns hat es sich bewährt, einfach drei leere Bonbonverpackungen zu nehmen und sie wieder etwas zusammenzurollen, damit es so aussieht als wären sie noch gefüllt. Dann kann der Räuber eines nach dem anderen mit den Händen greifen und so tun, als ob er sich das Bonbon in den Mund steckt. Das ohnehin schon leere Bonbonpapier kann er dann zerknüllen und auf den Boden werfen.

Der Kasper, der Räuber, und das Müllproblem

(Der Räuber betritt die Bühne. In der Hand hält er ein Bonbon, das er betrachtet. Als er aufschaut, entdeckt er die Kinder.)

Räuber: Ach, hallo Kinder. Ihr seid ja auch da.

(Die Kinder begrüßen den Räuber, wenn sie möchten.)

Räuber: Schaut mal, Kinder. Was für leckere Bonbons ich hier habe.

(Er hält ein Bonbon hoch und zeigt es den Kindern. Dann tut er so, als ob er sich das Bonbon in den Mund steckt und behält das leere Papier in den Händen.)

Räuber: (schmatzt genüsslich und sagt schließlich:) Hmmm, das war köstlich! Aber was mache ich jetzt mit dem Papier? Ach, weg damit!

(Wirft das Papier schwungvoll auf den Boden vorm Kasperletheater.)

Räuber: Ich esse gleich noch so ein köstliches Bonbon.

(Er bückt sich und hebt ein weiteres Bonbon auf, das ihm von hinter dem Theater gereicht wird. Er tut wieder so, als ob er sich das Bonbon in den Mund steckt und wieder wirft er das Papier auf den Boden.)

Räuber: Lecker, lecker! Und gleich noch eins.

(Er wiederholt das Gleiche mit einem dritten Bonbon. Wieder landet das Papier auf dem Boden.)

Räuber: Für euch hab ich leider nichts, Kinder. Ein Räuber wie ich teilt seine Süßigkeiten nämlich nicht. Niemals! Also machts gut.

(der Räuber verschwindet)

***

Kasper: (erscheint gut gelaunt auf der Bühne) Hallo Kinder!

(Die Kinder begrüßen den Kasper)

Kasper: (schaut sich um, entdeckt den Abfall und ist entsetzt) Ja, wie sieht es denn hier aus? Hier liegt ja überall Müll auf dem Boden. Wart ihr das etwa, Kinder?

(Die Kinder antworten, dass sie es nicht waren.)

Kasper: Wisst ihr, wer das war?

(Die Kinder antworten wahrscheinlich, dass es der Räuber war. Falls nicht, fragt der Kasper so lange, bis sie darauf kommen. Z.B: War es vielleicht die Großmutter? Das Krokodil? Der Räuber?)

Kasper: Na so etwas! Der Räuber wirft seinen Müll hier auf den Boden. (schüttelt empört den Kopf) Hier bei uns im Kasperletheater! Das kann der doch nicht machen! Na warte. Den werde ich mir vornehmen. Ich mache mich gleich auf die Suche nach dem Räuber.

(Kasper verlässt die Bühne)

***

(Der Kasper zieht den Räuber auf die Bühne.)

Kasper: Schaut mal, Kinder! Hier hab ich den Übeltäter.

Räuber: (protestiert) He, lass mich los. Ich habe nichts verbrochen!

Kasper: Nichts nennst du das? Die Kinder haben mir erzählt, dass du hier überall deinen Müll auf den Boden wirfst. Guck mal da unten. (zeigt auf den Abfall auf dem Boden) Das ist doch nicht schön. Das warst doch du, Räuber!

Räuber: Ja, was soll ich denn sonst damit machen? Ich kann doch meine Bonbons nicht mit dem Papier aufessen. Wo soll ich denn den Müll sonst hintun?

Kasper: (fassungslos) Wo du den Müll hintun sollst? Das weißt du nicht?

Räuber: Ja, wo denn?

Kasper: (schüttelt fassungslos den Kopf) Kinder, der Räuber, der weiß nicht, wo der Müll hinkommt. Das gibt es doch nicht. Ihr Kinder wisst das doch bestimmt, oder? Wo macht ihr denn euren Abfall hin?

(Die Kinder antworten wahrscheinlich „In den Abfalleimer“)

Räuber: So, so, in den Abfalleimer. (schaut sich im Kasperletheater um) Aber hier ist ja keiner!

Kasper: (schaut sich ebenfalls um) Da hast du recht. Hier im Kasperletheater gibt es keinen Mülleimer. Aber trotzdem kannst du deinen Abfall nicht einfach auf den Boden werfen.

Räuber: Dann sag mir doch mal, du schlauer Kasper, was ich mit dem Papier machen soll, wenn hier kein Mülleimer ist?

Kasper: Das ist doch ganz einfach: Wenn du hier keinen Mülleimer für dein Bonbonpapier findest, dann steckst du es ein und nimmst es mit nach Hause. Dort kannst du es dann wegwerfen.

Räuber: Ja, das könnte ich machen. Das ist eine gute Idee. (nickt zustimmend) Dann werde ich mal meine Bonbonpapiere einsammeln.

Räuber: (versucht die Bonbonpapiere auf dem Boden zu erreichen, was ihm aber aus dem Kasperletheater heraus nicht gelingt) Ich komme nicht dran. Kinder, kann mir jemand von euch helfen?

(Die Kinder helfen, die Bonbonpapiere aufzuheben und geben sie dem Räuber)

Räuber: Dankeschön. Die nehme ich jetzt mit nach Hause und werfe sie dort in den Mülleimer.

Kasperle: Das finde ich richtig gut! Tschüss Räuber.

Räuber: Tschüss Kasper!

(Der Räuber verlässt mit seinen Bonbonpapieren die Bühne)

Kasper: Und ich gehe jetzt auch nach Hause. Tschüss Kinder! (winkt und verschwindet singend von der Bühne) Tri, tra, trullala, das Kasperle war wieder da!


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