10 Tipps zum Geschichten Vorlesen

Wer schonmal eine Geschichte vorgelesen hat weiß, dass man Kinder sehr schnell zum Zuhören begeistern kann und dass es nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen sehr viel Spaß macht. Darum sind Eltern, Lehrer und Erzieher meist sehr darum bemüht die Geschichte so lebendig wie möglich zu gestalten. Hier haben wir 10 kurze Tipps, mit denen das Vorlesen garantiert zu einem tollen Erlebnis für Groß und Klein wird.

 10 Tipps wie das Vorlesen zum Erlebnis wird

  1. Für eine gute Atmosphäre sorgen

Zum Vorlesen eignen sich am besten ruhige Orte, an denen man ungestört in die Geschichte eintauchen kann. Daher sollte man vorher möglichst alle Lärmquellen, wie zum Beispiel Fernseher und Handy ausschalten. Außerdem kann man die Atmosphäre auch an das Thema der Geschichte anpassen. Eine Geschichte zum Einschlafen oder Entspannen kann beispielsweise an einem gemütlichen Ort und vielleicht sogar im Pyjama vorgelesen werden.

 

  1. Die geeignete Geschichte für das Publikum

Welche Geschichte sich am besten eignet hängt vom Alter und den Geschmäckern der Kinder ab. Können die zuhörenden Kinder die Sprache und Grammatik der Geschichte verstehen? Ist die Dauer in Ordnung? Sehr junge Kinder können in der Regel nicht so lange stillsitzen. Außerdem kann man die Vielfalt an Themen nutzen. Manchmal eignet sich eine passende Geschichte zum Beispiel um Ängste zu überwinden. Einem Kind was Angst vor Monstern unterm Bett hat, kann man zum Beispiel eine Geschichte über freundliche Monster Vorlesen. Andere Geschichten eigenen sich gut in bestimmten Jahreszeiten oder an Feiertagen.

 

  1. Kostenlos Geschichten ausdrucken

Oft scheitert das Vorlesen daran, dass die Kinder bereits alle Bücher im Regal kennen. Dies ist in der heutigen Zeit allerdings kein Problem.  Online kann man Kindergeschichten zu jedem Thema finden, und der Auswahl sind dadurch keine Grenzen gesetzt. Wer einen Drucker zur Hand hat kann sie meist komplett kostenlos ausdrucken. Auch auf dieser Seite bieten wir regelmäßig neue Geschichten an, sodass es unseren Lesern nie langweilig wird!

 

  1. Die Vorbereitung

Vor Allem wenn man viele Zuhörer hat sollte man sicherstellen, dass jeder Zuhörer bereit ist. Daher sollte man vor Beginn fragen wer noch zur Toilette muss. So kann man vermeiden, dass das Vorlesen unterbrochen wird, oder ein Zuhörer einen Teil der Geschichte verpasst. Außerdem sollte man Getränke bereitstellen. Das ist auch gut für den Vorleser. Denn wer eine lange Geschichte vorliest wird oft während des Lesens durstig.

 

  1. Die Geschichte lebendig Vorlesen

Eine Kindergeschichte ist mitreißender, wenn man sie mit lebendiger Stimme und geschickter Betonung vorliest. Dabei kann man den verschiedenen Charakteren in der Geschichte unterschiedliche Stimmlagen und Redensweisen verleihen. Aufgeregte und quirlige Charaktere können zum Beispiel mit hoher und schneller Stimme gesprochen werden. Und gruselige oder seriöse Charaktere sind am überzeugendsten mit einer Tiefen und langsamen Stimme. So wird die Geschichte aufregender und die Zuhörer können sich die Charaktere besser Vorstellen.

 

  1. Zum Mitmachen anregen

Kinder kann man am besten für etwas begeistern, wenn man sie direkt am Geschehen teilhaben lässt. Auch beim Vorlesen sollte man deswegen die Kinder mitmachen lassen. Man sollte ihnen zum Beispiel die Bilder der Geschichte zeigen. Kinder die alt genug sind können kürzere Passagen, wie zum Beispiel die Überschriften in einer Geschichte auch selbst vorlesen. Kleinere Kinder finden es oft toll das Buch festzuhalten. Außerdem kann man an geeigneten stellen stoppen und Fragen stellen, mit denen die Geschichte noch spannender wird: „Was glaubst du, was als nächstes passiert?“

 

  1. Die Zuhörer im Auge behalten

Gleichzeitig sollte man auch immer darauf achten, dass die jungen Zuhörer noch folgen können.  Sind die Gesichter der Kinder fragend? Wurde zu schnell vorgelesen? Bei gruseligen Geschichten ist es auch wichtig darauf zu achten, dass die Kinder sich nicht zu sehr fürchten.

 

  1. Nach dem Vorlesen

Wenn eine Geschichte zu Ende ist, gehen den Kindern oft noch Gedanken und Meinungen durch den Kopf, die sie gerne loswerden wollen. Wenn man noch etwas Zeit hat ist es deswegen immer gut Fragen zu stellen. Dadurch üben Kinder zu reflektieren und eine eigene Meinung auszudrücken.

 

  1. Basteln, malen und aktiv gestalten

Vor allem wenn die Geschichte besonders gut bei den Zuhörern ankommt kann man sich danach noch länger mit dem Thema beschäftigen. So eignen sich beispielsweise passende Ausmalbilder, oder man kann die Kinder dazu anregen ein Bild zur Geschichte zu malen. Besonders engagierte Kinder kann man auch dazu anregen die Geschichte nachzuspielen und sich gegebenenfalls wie die Hauptcharaktere der Geschichte zu verkleiden.

 

  1. Den eigenen Stil entwickeln

Natürlich liest jeder Vorleser eine Geschichte auf unterschiedliche Weise vor. Das ist auch gut so! Mit der Zeit entwickelt man seinen eigenen Stil, und entfaltet möglicherweise sogar neue Talente im Betonen und Unterhalten der Kinder.

 


Noch mehr Tipps

Weitere Tipps und ein Paar Vorlagen von Geschichten zum Vorlesen gibt es in dem Buch „Emotionale Intelligenz im Alltag fördern“ von Petra Kummermeer. In den Geschichten werden die kleinen Leser automatisch miteinbezogen. Dadurch lernen sie ihre Emotionen auszudrücken und wie man damit umgeht. Die Geschichten handeln beispielsweise von Wut, Freundschaft und Eifersucht. Zu jeder Geschichten gibt es Spiele und Tipps. Die Geschichten sind sehr anschaulich geschrieben und für Kinder im Vorschul- und Grundschulalter sehr gut geeignet.

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