Kasperletheater zum Fasching

Hier kommt eine Kasperlegeschichte zum Thema Fasching für Kinder im Kindergartenalter.

Die Handlung:Das Kasperle will sich zu Fasching als Polizist verkleiden und ist auf der Suche nach einem Kostüm. Das ist jedoch nicht so einfach wie er sich das vorgestellt hat.
Figuren:Kasper, Polizist, Räuber, König, Großmutter
Weitere Utensilien:Ein weißes Tuch (z.B. Geschirrtuch, Halstuch)

Bei diesem Kasperlestück kommen zahlreiche Handpuppen zum Einsatz. Trotzdem kann das Stück von einer Person alleine vorgespielt werden, da immer maximal zwei Figuren gleichzeitig auf der Bühne sind. Wer möchte, kann zwischen den einzelnen Begegnungen eine kurze Pause machen und hat dann genug Zeit, um die Handpuppen zu wechseln.


Kasperle geht zum Fasching

1. Szene: Kasperle

Kasperle: (kommt fröhlich singend auf die Bühne) Tri, tra trullala. Tri, tra trullala. Das Kasperle ist wieder da. (schaut nach vorne und entdeckt die Kinder) Oh hallo Kinder. Ihr seid ja auch da.

(Die Kinder begrüßen das Kasperle)

Kasperle: Sagt mal Kinder, wisst ihr eigentlich, dass bald Fasching ist?

(Die Kinder antworten vermutlich mit „Ja“.)

Kasperle: Aha, das wisst ihr schon. Gut. Und wisst ihr auch, was man an Fasching macht?

(Die Kinder antworten vermutlich „sich verkleiden“, oder ähnlich)

Kasperle: Ja genau, verkleiden tut man sich zum Fasching. Ich werde mich dieses Jahr auch verkleiden. (zeigt auf sich selbst) Wisst ihr auch als was? Jeder von euch darf einmal raten!

(Die Kinder raten nacheinander als was sich das Kasperle wohl verkleiden will. Das Kasperle interagiert spontan mit ihnen; es ermuntert jeden zu raten und kommentiert die Antworten. Wenn die richtige Antwort „Polizist“ kommt, geht es weiter im Text. Falls nicht, verrät das Kasperle den Kindern, als was er zum Fasching gehen will.)

Kasperle: Gut, ich will es euch verraten: Ich will mich als Polizist verkleiden! Ich habe auch schon eine Idee, wo ich das Kostüm dafür herbekomme. Ich werde einfach zum Polizist gehen und ihn fragen, ob er mir seine Uniform gibt. Dann sehe ich aus wie ein echter Polizist. Also ich werde ihn gleich mal fragen.

Kinder, helft ihr mir den Polizisten zu rufen? Ja?

Ich zähle bis drei, dann rufen wir gemeinsam. Eins, Zwei, Drei!

Kasperle und die Kinder rufen gemeinsam: Polizist! Polizist!

2. Szene: Kasperle & Polizist

(Nach einigem Rufen erscheint der Polizist erscheint auf der Bühne.)

Polizist: Wer ruft mich denn hier? Ist etwas passiert?

Kasperle: Guten Tag Herr Polizist.

Polizist: Oh, guten Tag Kasperle. Sag mal, was ist denn los?

Kasperle: Es ist bald Fasching, Herr Polizist. Und da wollte ich fragen, ob sie mir ihre Uniform geben können und ihre Polizeimüzte. Ich will mich nämlich als Polizist verkleiden.

Polizist: Du willst meine Kleider haben? (lacht und schüttelt den Kopf) Ach Kasperle, das geht doch nicht. Meine Uniform die brauche ich doch selber. Ich hab ja nur diese eine. Die kann ich dir nicht geben. Und ich habe jetzt auch keine Zeit, Kasperle. Hier läuft nämlich ein Räuber herum. Den muss ich einsperren. Aber ich wünsche dir viel Spaß beim Fasching.

(Polizist geht ab)

Kasperle: Das ist aber schade. Der Polizist kann mir seine Uniform nicht geben. Was mache ich denn jetzt? Ich muss mal ein wenig überlegen.

3. Szene: Kasperle & Räuber

(Während das Kasperle nachdenkt, taucht der Räuber am Bühnenrand auf und spitzt hinter dem Vorhang hervor.)

Kasperle: Oh, da ist ja der Räuber! (zeigt in Richtung Räuber) Da kommt mir eine gute Idee. Ich werde einfach den Räuber fragen. Rüber ist doch auch ein gutes Kostüm.

Kasperle: (ruft zum Räuber) He, Räuber! Komm mal hier herüber!

(Der Räuber kommt näher zum Kasperle)

Räuber: (etwas grimmig) Was willst du denn Kasperle?

Kasperle: Kannst du mir deinen Hut und deinen Mantel geben?

Räuber: Was willst du denn damit?

Kasperle: Dann könnte ich mich als Räuber verkleiden und so zum Fasching gehen.

Räuber: Als Räuber willst du dich verkleiden? So so. Und da willst du meine Kleider haben? (er schüttelt energisch den Kopf) Das kannst du vergessen! Ein Räuber gibt seine Sachen nicht her. Niemals. Ein richtiger Räuber, der behält alles für sich. (verschwindet kopfschüttelnd von der Bühne)

Kasperle: (seufzt) Ach, das hätte ich mir ja gleich denken können, dass der Räuber mir seine Kleider nicht geben will. Der ist ja immer so gemein. Aber wisst ihr was, ich habe noch eine viel bessere Idee! Ich könnte mich auch als König verkleiden. Oh ja, König ist ein tolles Kostüm.

Kinder, helft mir mal den König zu rufen. Ich will fragen, ob er mir seine goldene Krone gibt.

Kasperle und die Kinder rufen gemeinsam: König! König!

4. Szene: Kasperle und König

(Nach einigem Rufen erscheint der König erscheint auf der Bühne.)

Kasperle: Guten Tag Herr König. Ich habe eine Bitte an sie.

König: Guten Tag Kasperle. Ja sag, was brauchst du denn?

Kasperle: Ich brauche eure goldene Krone, Herr König. Und euren königlichen Umhang, den brauche ich auch.

König: (verwundert) Meine goldene Krone und meinen Umhang willst du haben? Was willst du denn damit machen?

Kasperle: Ich will mich zum Fasching als König verkleiden. Dafür brauche ich ein Kostüm.

König: Ich würde dir ja gerne helfen, Kasperle, aber meine Krone, die kann ich dir auf keinen Fall abgeben. Ohne meine Krone wäre ich doch kein richtiger König mehr. Und den Umhang kann ich auch nicht hergeben. Nein, tut mir leid Kasperle, aber das geht nicht.

(Der König verlässt die Bühne)

Kasperle: Ach schade. Ich wäre so gerne als König zum Fasching gegangen. Jetzt bin ich ganz schön traurig. (lässt traurig den Kopf hängen)

5. Szene: Kasperle & Großmutter

(Das Kasperle steht traurig mit gesenktem Kopf auf der Bühne als die Großmutter auftaucht.)

Großmutter: Hallo Kasperle. Warum sitzt du denn so traurig hier herum? Wolltest du nicht zum Fasching gehen?

Kasperle: Jetzt kann ich nicht zum Fasching gehen, weil ich kein Kostüm habe. Dabei habe ich mich doch schon so darauf gefreut. (lässt wieder traurig den Kopf hängen)

Großmutter: Ich habe da eine Idee. Warte mal hier. Ich muss etwas holen. (sie verschwindet hinter dem Vorhang)

Kasperle: Da bin ich aber gespannt.

(Die Großmutter kommt mit einem weißen Tuch in der Hand zurück.)

Kasperle: Ein Tuch. Was soll ich denn damit machen? Ein Tuch ist doch kein Faschingskostüm.

Großmutter: Schau mal, wenn du dir das Tuch überhängst, dann bist du ein Gespenst.

Kasperle: Ja wirklich, ich bin ein Gespenst. Schaut mal Kinder. Mit diesem Kostüm wird mich keiner erkennen.

Großmutter: Siehst du, da hast du eine tolle Verkleidung. Und jetzt wünsche ich die viel Spaß beim Fasching. (winkt und verschwindet von der Bühne)

Kasperle: (spukt als Gespenst über die Bühne) Huuuuuu! Ich bin ein Gespenst. Huhuuuuu! Tschüss Kinder. Ich gehe jetzt zum Fasching. Huhuuuu!! (verschwindet mit Spukgeräuschen hinter dem Vorhang)

* Ende *


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