Schneemanngeschichte (Kindergarten)

Diese Schneemanngeschichte ist für Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter gedacht. Zwischendurch gibt es immer wieder Stellen, an denen man die Kinder mit einbeziehen kann.

Weiter unten findest du die Geschichte als Hörspiel zum Anhören und eine Version als PDF zum Ausdrucken.


Schneemann Geschichte für Kinder

Es waren Weihnachtsferien und seit drei Tagen schneite es fast ununterbrochen. Felix und sein Freund Tobi verbrachten den ganzen Tag im Schnee.

Am Morgen waren sie Schlittenfahren. Dann hatten eine Schneeballschlacht gemacht. Und danach hatten sie Figuren in den Schnee gemalt. Jetzt fehlte nur noch eine Sache, die sie noch nicht im Schnee gemacht hatten!

(Als Frage an die Kinder gerichtet:) Könnt ihr euch denken, was es ist? Was könnten die Freunde noch im Schnee machen?

(Antworten der Kinder sammeln)

Wollen wir mal hören wie es weiter geht? Ja? Dann geht es weiter mit der Geschichte:


„Lass uns einen Schneemann bauen!“ rief Tobi.

Sein Freund Felix fand die Idee super. Und er hatte auch schon eine Idee, wo der Schneemann stehen sollte. Unter dem großen Nussbaum vor Tobis Haus war der beste Platz. Dort konnte ihn jeder sehen.

„Kann ich euch helfen?“ fragte Tobis kleine Schwester Paula, die an diesem Tag auch draußen im Schnee spielte.

„Nein, das wird unser Schneemann.“ war Tobis Antwort.

Paula war etwas beleidigt und stapfte davon.


Die Jungen begannen mit der ersten Kugel für ihren Schneemann. Die erste Kugel machten sie besonders groß, denn das sollte das Unterteil werden. Dann formten sie eine mittlere Schneekugel für den Bauch. Und zuletzt eine kleine Kugel für den Kopf.

Die Schneekugeln setzten sie aufeinander und schon hatten sie einen Schneemann, der größer war als sie selbst.

Zum Schluss ging Toni ins Haus und holte zwei Hände voll Walnüsse. Die drückten sie in den Schnee, um dem Schneemann ein Gesicht zu machen. Zwei für die Augen. Eine für die Nase. Vier Nüsse für den Mund. Und drei Nüsse als Knöpfe an den Bauch.

„Fertig. Jetzt braucht er nur noch einen Namen.“ sagte Tobi und steckte die letzte Nuss als Nase in das Gesicht des Schneemanns.

(Als Frage an die Kinder gerichtet) Wie könnte der Schneemann denn heißen? Hat jemand eine Idee?

(Gemeinsam einen Name auswählen und diesen Im weiteren Verlauf der Geschichte einbauen. Hier nehmen wir mal den Namen „Peter“ als Beispiel.)

***

„Peter ist ein guter Name für einen Schneemann.“ sagte Tobi.

Felix schaute den Schneemann an und war einverstanden. „Ja, ich finde, er sieht genau aus wie ein Peter.“ sagte er schließlich.

***

Am nächsten Tag trafen sich die Freunde wieder und wollten ihren Schneemann begutachten. Doch als sie zum großen Nussbaum kamen, erwartete sie etwas Seltsames.

Peter, der Schneemann, stand noch an seinem Platz. Aber er hatte kein Gesicht mehr, und auch die Knöpfe fehlten. Alle Nüsse waren verschwunden.

„Wo sind die Nüsse hin?“ wunderten sich die Jungen.

Sie schauten sich um, ob sie vielleicht heruntergefallen waren. Aber es war weit und breit nichts von den Nüssen zu sehen.

„Ich kann mir denken, wo die Nüsse hin sind.“ meinte Paula.

„Psst! Nerv uns nicht, Paula. Wir müssen hier einen Fall auflösen.“ zischte Tobi seine kleine Schwester an.

Den ganzen Tag suchten Tobi und sein Freund Felix nach den Nüssen. Aber es fand sich keine Spur.

Am Abend gaben sie auf. Es blieb ihnen ein Rätsel, wohin die Wahlnüsse über Nacht verschwunden waren.

Also ging Tobi ins Haus und holte neue Nüsse. Zwei für die Augen. Eine für die Nase. Vier Nüsse für den Mund. Und drei Knöpfe an den Bauch. Dieses Mal drückten sie die Nüsse noch fester in den Schnee als zuvor.

Dann gingen sie ins Bett.

***

Doch als sie am nächsten Morgen nach draußen kamen, trauten sie ihren Augen kaum. Die Nüsse waren wieder verschwunden.

(Als Frage an die zuhörenden Kinder:) Habt ihr eine Idee, was mit den Nüssen passiert sein könnte?

(Gemeinsam überlegen und ein paar Antworten sammeln)

Sollen wir hören wie es in der Geschichte war?

***

Als Tobi und Felix immer noch keine Spur hatten, kam Paula wieder und bot ihre Hilfe an.

„Soll ich euch jetzt vielleicht sagen, wo eure Nüsse hin sind?“ fragte sie.

Tobi war ratlos. Also wollte er Paulas Meinung nun doch hören. „Dann sag mal, du Schlaumeier! Hast du sie vielleicht selbst genommen und aufgegessen?“ fragte er.

„Nein, ich nicht.“ antwortete Paula. „Aber ich weiß, wer!“

„Von meinem Zimmerfenster kann ich direkt auf den Nussbaum schauen. Dort wohnt ein Eichhörnchen. Ich habe es beobachtet. Es ist früh morgens auf den Schneemann geklettert und hat sich die Nüsse geholt.“

Da mussten die Jungs lachen. Ein Eichhörnchen! Da hätten sie auch gleich drauf kommen können. Denn Eichhörnchen fressen gerne Nüsse. Das hatten Tobi und Felix im Kindergarten gelernt.

„Ihr dürft dem Eichhörnchen nicht böse sein.“ sagte Paula. „Wenn so viel Schnee liegt, ist es nicht leicht für die Tiere etwas zu fressen zu finden.“

„Wir sind nicht böse. Aber trotzdem braucht unser Peter ein Gesicht. Und Knöpfe braucht er auch. Sonst ist er nicht komplett.“

„Nehmt doch Steine. Die frisst euch keiner weg.“ schlug Paula vor.

„Die Idee ist gar nicht mal so schlecht.“ Das mussten Tobi und Felix zugeben.

Sie sammelten Kieselsteine und machten dem Schneemann ein neues Gesicht und neue Knöpfe. Diesmal durfte Paula auch helfen. Schließlich hatte sie ja die Idee gehabt mit den Steinen.

„So, jetzt bist du wieder komplett, Peter.“ sagte Tobi und betrachtete zufrieden ihr Werk.

***

Aber Tobi war noch nicht fertig. Er verschwand im Haus.

Als er wieder kam, hatte er eine Schale mit Nüssen dabei. Er stellte sie neben dem Schneemann auf den Boden. „Für das Eichhörnchen.“ verkündete er.

So hatten sie wieder einen tollen Tag im Schnee verbracht.


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