Sarahs Traumreise in das Land der Einhörner

Die kleine Sarah liebte Pferde und Einhörner über alles. Obwohl sie erst 4 Jahre alt war, hatte sie schon oft auf einem echten Pony gesessen und konnte auch schon ganz gut reiten.

Schade fand Sarah, dass es in Wirklichkeit keine Einhörner gab. Zumindest erzählten ihr das die Erwachsenen immer. Aber Sarah wollte das eigentlich nicht glauben, denn zu gerne hätte sie mal ein echtes Einhorn gesehen.

Sie war ein echter Einhornfan. Überall in ihrem Zimmer gab es Einhörner. Auf der Bettwäsche, an der Wand und auch bei den Stofftieren und Spielfiguren. Und natürlich mochte Sarah auch Geschichten in denen Einhörner vorkommen.

Sarahs 5. Geburtstag stand vor der Tür. Und natürlich hatte sie viele Wünsche. Ein Wunsch war, endlich mal ein echtes Einhorn zu sehen. Aber wieder hatten ihre Eltern ihr gesagt, dass das leider nicht möglich ist. Das machte Sarah sehr traurig. Und obwohl am nächsten Tag ihr Geburtstag war, schlief das kleine Mädchen sehr traurig ein. Auch wenn sie wusste, dass Mama und Papa ihr bestimmt viele ihrer anderen Wünsche erfüllen würden, so machte es sie sehr traurig, dass sie wohl nie ein echtes Einhorn zu Gesicht bekommen würde.

Doch da ahnte die kleine Sarah noch nicht, was sie in dieser Nacht vor ihrem Geburtstag für ein besonderer Traum erwarten würde.

 Ein schöner Traum

Das kleine Mädchen schlief irgendwann ein und begann bald darauf zu träumen.

Auf einer schönen Waldlichtung wachte Sarah in ihrem Traum auf. Sie hatte ihr schönes rosafarbenes Kleid mit den roten Punkten an. Fast sah sie aus wie eine kleine Prinzessin. Noch vollkommen verschlafen stand das Mädchen auf und rieb sich verwirrt die Augen. Dann schaute sich Sarah um.

Die Lichtung war grün und groß, und überall gab es tolle Blumen und Pflanzen. Etwas entfernt standen die Bäume des Waldes, die bis in den Himmel zu wachsen schienen. Es war sehr schön. Dennoch fragte sich Sarah, warum sie hier war. Und sie bekam ein bisschen Angst, denn scheinbar war sie ganz alleine hier.

Ein Einhorn namens Sonnenschein

Doch dann tauchte aus dem Wald heraus plötzlich ein Einhorn auf. Sarah konnte ihren Augen kaum glauben! Ein echtes Einhorn! Das Einhorn war groß und kräftig, schneeweiß und hatte eine bunte Mähne. Genau so hatte sich Sarah ein echtes Einhorn immer vorgestellt. Langsam ging das Einhorn auf Sarah zu. Das kleine Mädchen staunte und freute sich sehr über den Besuch.

„Hallo Sarah, ich bin Sonnenschein. Herzlich Willkommen im Land der Einhörner!“ sagte das Einhorn schließlich.

Sarah fragte verwundert: „Bist du ein echtes Einhorn? Und kannst du wirklich sprechen?“

Sonnenschein nickte und lächelte die kleine Sarah an. „Weil Du morgen Geburtstag hast, bekommst Du diesen besonderen Traum geschenkt. Du darfst mit mir und den anderen Einhörnern einen ganzen Tag in unserem Land verbringen. Ich zeige Dir alles. Wir können spielen, reiten, einfach ganz viel Spaß zusammen haben!“

Sarah war begeistert.

Sarah kletterte auf Sonnenscheins weißen Rücken und gemeinsam ritten sie durch den Wald. Es war ein sehr schöner und ganz besonderer Wald. Die Bäume schienen tatsächlich bis in den Himmel zu ragen, man konnte die Spitzen gar nicht sehen. Überall wuchsen so viele bunte Blumen, die Sarah noch nie zuvor gesehen hatte. Und es gab Regenbogen, ganz viele Regenbogen. Aber nicht nur im Himmel, auch auf der Erde. Viele kleine Regenbogen, die von Baum zu Baum, von Blume zu Blume reichten. Sarah konnte sich gar nicht sattsehen, so wunderschön war es.

Nach einer Weile erreichten Sarah und Sonnenschein eine weitere Lichtung. Und, Sarah konnte erneut ihren Augen kaum glauben, auf der Waldlichtung standen viele weitere Einhörner. So viele, dass Sarah sie gar nicht zählen konnte. In allen Farben gab es hier Einhörner, weiße und bunte, gemusterte und schön frisierte Einhörner. Endlich wurde ihr größter Wunsch wahr geworden, endlich konnte sie echte Einhörner sehen. Ja, Sarah wusste, dass das alles nur ein Traum war, aber in diesem Moment war es einfach nur unbeschreiblich schön.

Auch die anderen Einhörner begrüßten Sarah freundlich. Sie alle waren sehr lieb und hatten wunderschöne Namen. Plüsch, Zauber, Funkel, Rosa und die anderen Einhörner ließen sich gerne von Sarah streicheln, und auch reiten durfte Sarah auf jedem der Einhörner. Gemeinsam hatten sie viel Spaß. Die Einhörner zeigten Sarah ihr Land, spielten mit ihr und erzählten ihr Geschichten.

Der Tag verging wie im Flug. Viel zu schnell für die kleine Sarah, die die Zeit mit den Einhörnern in vollen Zügen genoss.

Doch dann sagte Sonnenschein: „Meine liebe Sarah, es wird Zeit. In Deinem Land beginnt gleich der Tag und Dein Traum wird bald vorbei sein. Ich bringe Dich zurück. Ich hoffe es hat Dir bei uns Einhörnern gefallen und Du hattest eine ganz besondere Zeit hier im Einhornland.“

Sarah war zwar ein wenig traurig, aber auch überglücklich. Zum Abschied umarmte sie die anderen Einhörner, bevor sie sich wieder auf Sonnenschein setzte und die beiden gemeinsam in Richtung der Waldlichtung ritten auf der Sarah zuvor aufgewacht war.

Zeit zum Abschied nehmen

Auch für Sonnenschein und Sarah war jetzt der Moment des Abschieds gekommen. Sarah umarmte Sonnenschein.

„Sei nicht traurig“, sagte Sonnenschein zu Sarah, „dieser Traum wird für immer dein ganz besonderer Traum bleiben. Und wer weiß, vielleicht bekommst Du ja irgendwann nochmal solch einen schönen Traum geschenkt, und vielleicht sehen wir uns ja schon bald wieder!“

Sarah war gerührt und konnte trotz des Abschieds lächeln und sich freuen. Denn tatsächlich, hier hatte sie etwas ganz besonderes erlebt, dieser Tag und dieser Traum würden bestimmt für immer in ihren Gedanken und in ihrem Herzen bleiben.

Sarah legte sich wieder auf die Wiese und Sonnenschein ritt davon. Sarah sah ihm noch lange nach, und plötzlich lag sie wieder in ihre Bett und erwachte auf ihrem Traum.

Mama und Papa standen bereits neben ihrem Bett und wollten ihr zu ihrem 5. Geburtstag gratulierten. Und auch wenn Sie zum Geburtstag kein echtes Einhorn geschenkt bekam, so wurde es dennoch ein wunderschöner Geburtstag. Und von nun an wusste Sarah, Einhörner gibt es doch, zumindest im Land der Träume.


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